Bürgerinitiative Waldviertel Stahnsdorf

 

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Pressespiegel

Angst um Striewitzwiesen

Stahnsdorfer gründen Umweltverein / Gemeinde hält Bauen für möglich

HEINZ HELWIG

STAHNSDORF In der Gemeinde Stahnsdorf regt sich ein neuer Widerstand gegen die drohende Bebauung eines Grünzuges. 32 Anwohner aus der "Siedlung nach Teltow" sowie rund um den Striewitzweg und den angrenzenden Straßen haben den Umweltverein Stahnsdorf/Brandenburg gegründet. "Wir sorgen uns um die bis zu zwölf Hektar großen Striewitzwiesen zwischen dem Striewitzweg und der S-Bahn-Freihaltetrasse. Sie bilden eine wichtige Frischluftschneise und gelten als Pufferzone zwischen dem Gewerbegebiet und der Freihaltetrasse, auf der mit Sicherheit einmal die S-Bahn fahren wird, sowie dem Wohngebiet auf der anderen Seite", erläutert Umweltvereinsvorsitzender Matthias Platen.

Die Striewitzwiesen stehen zwar nicht unter Naturschutz, sind aber nach dem Naturschutzrecht stillgelegte landwirtschaftliche Flächen und werden zweimal im Jahr von der agro Saarmund gemäht und gemulcht, so Platen. Im Vorentwurf zum FNP sind nun knapp fünf Hektar Grünland für den Wohnungs- sowie den weiteren Straßenbau freigegeben.

In einem Gespräch mit Edelinde Standfuß und weiteren Vertretern der Bürgerinitiative "Striewitzweg", die bereits seit mehr als acht Jahren um den Erhalt der Wiesen kämpft, soll Gemeindevertreter Claus-Peter Martensen (CDU) von einem Investor gesprochen haben, der 52 Wohneinheiten auf grüner Wiese errichten will, sobald der Flächennutzungsplan für Stahnsdorf genehmigt worden ist. Der Striewitzweg selbst solle dann zur Haupt- und Durchgangsstraße ausgebaut werden.

Gegenüber der MAZ hat Martensen diese Aussage dementiert. "Ich weiß von der Anfrage eines Vorhabensträgers an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die die Striewitzwiesen verwaltet – mehr nicht. Gemeinsam mit der Bauverwaltung und den Planern haben sich die Fraktionsvorsitzenden der Gemeindevertretung den Bereich angesehen. Wir meinen, dass dort ein Wohnungsbau ohne großen Eingriff in die Natur möglich ist", sagt der CDU-Gemeindevertreter. Die Landkreisverwaltung hatte jedoch schon im Jahr 2000 beim Vorentwurf zum FNP die "Ausweisung der Grünflächen als Wohnbaufläche südlich des Striewitzweges" abgelehnt, obwohl damals ein noch kleineres Gebiet dafür vorgesehen war.

Der promovierte Agrarökonom war vor drei Jahren mit seiner Familie dem Stahnsdorfer Lockruf vom "Wohnen im Grünen" gefolgt. Doch der Werbeslogan der Gemeinde erweist sich für ihn mehr und mehr zum Etikettenschwindel. Die Gemeindeverwaltung widerspreche ihren eigenen Zielstellungen und Grundsätzen, wenn sie im Vorentwurf zum neuen Flächennutzungsplan die "Innenentwicklung vor Außenentwicklung" propagiere und gleichzeitig im Außenbereich und zum geringen Teil sogar im Landschaftsschutzgebiet weitere Grünflächen für die Wohnbebauung ausweise, sagt Platen.

Über den aktuellen Vorentwurf werden die Stahnsdorfer Gemeindevertreter in ihrer nächsten Sitzung am 20. September, entscheiden.

Potsdamer Landkurier 21.08.07

Miteinander

Kommentar: HEINZ HELWIG

Jede Gemeinde würde sich glücklich schätzen, hätte sie so viele engagierte Mitbürger wie in Stahnsdorf. Dort liegen die Dinge allerdings ein wenig anders. Die Stahnsdorfer mobilisieren sich oft nicht aus freien Stücken. Die Sorge um ihre Wohn- und Lebensqualität, die von den Plänen der Gemeindeväter selbst wieder und wieder in Frage gestellt werden, schließt die Stahnsdorfer immer häufiger zu Bürgerinitiativen zusammen. Im Wohngebiet Waldviertel, am Striewitzweg, am so genannten Beethovenwäldchen, an der Mühlen- sowie der Schulzenstraße und jetzt also auch in der "Siedlung nach Teltow" hadern die Anwohner mit der gegenwärtigen Gemeindepolitik.

Das muss doch die Vertreter in den Amtsstuben und auf den Abgeordnetenbänken stutzig machen. Statt dessen werden im trauten Einvernehmen Bürgerängste ignoriert und Privateigentümer hofiert. Ein Beispiel für einen Kompromiss, den die Gemeindeverantwortlichen und die Bürgerschaft nach klärenden Gesprächen geschlossen haben, lässt sich in Stahnsdorf bislang jedenfalls kaum finden. Doch solche Übereinkünfte werden nötig sein, damit die Interessen beider Seiten zu einem wirklichen Gemeinwohl führen.
Märkische Allgemeine Zeitung 21.08.07

Markische Allgemeine Zeitung 17.08.07

Schutzbegehren droht zu scheitern 

Schlechte Aussicht für Beethovenwald

HEINZ HELWIG

STAHNSDORF Das so genannte Beethovenwäldchen in Stahnsdorf wird voraussichtlich nicht unter Schutz gestellt. Das wurde jetzt vom zuständigen Referat für Forstpolitik des Landesumweltministeriums auf MAZ-Anfrage bestätigt. Die endgültige Entscheidung soll in den nächsten Tagen fallen. Seit Beginn dieses Jahres kämpft eine Bürgerinitiative, der mittlerweile bis zu 600 Sympathisanten nicht nur aus Stahnsdorf angehören sollen, um den Erhalt des Baumbestandes auf einer etwas mehr als ein Hektar großen Flächen zwischen der Potsdamer und der Friedensallee sowie der Beethoven- und der Tschaikowskystraße. Im Februar beantragte die Initiative beim Amt für Forstwirtschaft in Belzig, die Grünfläche mitten in Stahnsdorf nach dem Waldgesetz als Erholungswald anzuerkennen (MAZ berichtete).

Bei der Entscheidung über den Schutzstatus habe das Umweltministerium unter anderem die Entwicklungsabsichten der Gemeinde Stahnsdorf für das betreffende Areal zu berücksichtigen, teilte eine Mitarbeiterin des zuständigen Referates mit. In der letzten Sitzung vor der Sommerpause hatte die Mehrheit der Stahnsdorfer Gemeindevertreter einen Schutz des gesamten Wäldchens abgelehnt. Die Fraktionen der CDU und von "Wir Vier" möchten dem Wunsch der Privateigentümer des Waldes entgegenkommen und eine Randbebauung entlang der Potsdamer Allee, beziehungsweise der Beethovenstraße zulassen. Die verbleibende Waldfläche wäre allerdings zu klein, so dass es "aus forstfachlicher Sicht nicht geboten erscheint, die Fläche als Erholungswald auszuweisen", soll das Forstamt in seiner Stellungnahme an das Ministerium votiert haben.

Der Stahnsdorfer Naturschützer Peter Ernst, der sich ebenfalls der Bürgerinitiative angeschlossen hat, reagierte betroffen auf die zu erwartende Niederlage. Er schließt nicht aus, dass die Bürgerinitiative eine ablehnende Entscheidung anfechten wird. Ebenso sei denkbar, dass die Bürgerinitiative einen zweiten Antrag an die Naturschutzbehörde stellt. Dieses Verfahren nach naturschutzrechtlichen Aspekten sei aber weitaus zeitaufwändiger, sagt Ernst.

Der Ausgang der Entscheidung berühre nicht die einstweilige Sicherstellung des Waldes, die derzeit von der kreislichen Naturschutzbehörde verfügt wurde, erklärte Fachdienstleiter Günter Kehl auf MAZ-Nachfrage.

Abgesang für Beethovenwald

Innerörtlicher Baumbestand in Stahnsdorf wird nicht unter Schutz gestellt – Bebauung wäre möglich

Von Peter Könnicke

Stahnsdorf - Das Beethovenwäldchen in Stahnsdorf wird aller Voraussicht nach nicht unter Schutz gestellt. Der Antrag einer Bürgerinitiative, das von Potsdamer Straße, der Friedensallee sowie der Beethoven- und Tschaikowskistraße umrahmte Areal als Erholungswald auszuweisen, wird von den zuständigen Behörden keine Zustimmung erhalten. Nach PNN-Informationen hat die Untere Forstbehörde in Belzig abgelehnt, die etwa ein Hektar große Fläche zum geschützten Waldgebiet zu erklären. Das für Forstpolitik zuständige Referat des Landesumweltministeriums, die letztlich entscheidende Behörde, wird der Empfehlung aus Belzig folgen. „Ich glaube nicht, dass wir zu einer anderen Erkenntnis kommen werden", sagte eine Mitarbeiterin gestern gegenüber den PNN. Den Wald nicht unter Schutz zu stellen, „ist kein eklatanter Verstoß gegen die Forstwirtschaft", heißt es.

Das Waldstück ist Privatbesitz. Die 14 Parzellen gehören acht Eigentümern, die einen Teil des Areals in Bauland umwandeln wollen. Die Absicht hat die Anwohner in den angrenzenden Straßenzügen in Alarmbereitschaft versetzt: Sie fürchten den Verlust ihrer „grünen Oase". Um das Wäldchen zu retten, formierte sich eine Bürgerinitiative.

Ihre Bebauungspläne – entlang der Straßenfronten sollen Häuser entstehen – stützen die Eigentümer auf eine notarielle Vereinbarung aus dem Jahr 1929. Damals hatte die Gemeinde dem Eigentümer – einem Landwirt – „die ausnahmsweise Befreiung vom Bauverbot für das Grundstück erteilt".

Die Bürgerinitiative hat in den vergangenen Monaten reichlich Material gesammelt, das eine Bebauung verhindern und den Erhalt das Waldes – am besten mit Schutzstatus – befördern soll. So machte sie auf zwei Gerichtsurteile aus den Jahren 1997 und '98 aufmerksam, die eine schon einmal angestrebte Bebauung des Areals für unzulässig erklärten. Das Gericht sah die vor fast 80 Jahren vertraglich fixierten Zusagen als verjährt. Auch eine Baulücke, wie sie einer der Eigentümer in seinem Baubegehren zu schließen gedachte, vermochten die Richter nicht zu erkennen. Vielmehr ließe das Waldstück eine klare Zäsur zur benachbarten Bebauung erkennen. Zudem ermittelte die aufgeschreckte Bürgerschaft einen Vorentwurf eines Grünordnungsplans für Stahnsdorf, der im Jahr 2001 erstellt worden war. Die darin betonte „hohe Bedeutung einiger Restwälder in der Ortslage für die Wohnqualität" in Stahnsdorf wurde auch explizit für das Beethovenwäldchen in Anspruch genommen. Der Plan kam jedoch nicht über das Stadium des Vorentwurfs hinaus, er wurde nie umgesetzt. Schließlich errang die Bürgerinitiative einen Teilerfolg: Das Wäldchen wurde in diesem Jahr von der mittelmärkischen Naturschutzbehörde vorläufig unter Schutz gestellt – bis die Zukunft des Areals geklärt ist.

Dafür sorgte inzwischen die Ortspolitik. Mit ihrer knappen Mehrheit in der Stahnsdorfer Gemeindevertretung setzte die Fraktion von CDU, FDP und Wir Vier vor einigen Wochen durch, das Beethovenwäldchen im Vorentwurf des Flächennutzungsplans (FNP) als Bauland auszuweisen. Zudem, so die Mehrheitsfraktion, sollte die Gemeinde ihr Einvernehmen zur Unterschutzstellung des Waldes verweigern. Bereits im Frühjahr hatte die örtliche CDU für einen Kompromiss plädiert: Lediglich die Bäume entlang der Straßenfronten sollen einer Bebauung weichen, die restlichen 75 Prozent des Kiefernbestandes können stehen bleiben. Denn verwerten wollen die Eigentümer die Flächen auf alle Fälle – wenn nicht als Bauland, dann durch massiven Holzeinschlag. „Mit dem Kompromiss könnte ein Großteil des Waldes erhalten bleiben", argumentierte CDU-Ortschef Peter Weiß.

In dem von der Verwaltung im Frühjahr eingebrachten FNP-Vorentwurf war das Beethovenwäldchen als Grünfläche gekennzeichnet. Durch die erkennbare, wenn auch knappe Mehrheit gegen diese Nutzung des Areals zog Bürgermeister Gerhard Enser (CDU) den Vorentwurf zurück. Mit „Klarstellungen", wie Enser sagt, liegt das Papier nun wieder vor: Das Wäldchen ist längs der Potsdamer Allee und der Beethovenstraße nun als Bauland deklariert.

Im Umweltministerium genießt in diesem Fall die kommunale Planungshoheit einen hohen Stellenwert. An die favorisierten Festlegungen im FNP-Vorentwurf fühlt sich Behörde gebunden. Ein reiner Walderhalt, wie ihn die Bürgerinitiative fordert, sei zudem gar nicht möglich, heißt es. „In 30 Jahren wäre diese Maßgabe nicht mehr umzusetzen", so eine Mitarbeiterin. Den älter werdenden Baumbestand und das jetzige Waldbild zu erhalten sowie die Verkehrssicherunsgpflicht zu gewährleisten, wäre zu aufwendig. Es sei zu akzeptieren, dass die Ortspolitik offenbar andere städtebauliche Prioritäten für das Umfeld befürworte. Auch der Fakt, dass eine Mehrheit der Stahnsdorfer Volksvertreter einen Schutzstatus für den Wald nicht will, sei zu respektieren.

Bei der Bürgerinitiative reagierte man gestern erstaunt und enttäuscht. Sie hat ungefähr 600 Mitglieder.


Kein Schutz für Beethovenwald

Stahnsdorf - Das Beethovenwäldchen in Stahnsdorf, ein ein Hektar großes innerörtliches Waldstück, wird nicht unter Schutz gestellt. Nach PNN-Informationen wird das Umweltministerium den entsprechenden Antrag einer Bürgerinitiative ablehnen. Die Untere Forstbehörde hat eine Unterschutzstellung nicht befürwortet. Der 80-jährige Baumbestand stellt eine bislang gewollte Zäsur im Ortsbild dar. Nun soll eine teilweise Bebauung erlaubt werden. pek

Leserpost 10.08.07

Beethovenwäldchen: Entscheidungen gegen den Bürgerwillen

Abgesang Beethovenwald, 8.8. 2007

Bei der Entscheidung zur Bebauung des Beethoven-Waldes waren die sicheren CDU-Mehrheiten zum ersten Mal anderer Meinung als Bürgermeister Gerhard Enser. Warum nur? Bisher war es ihm doch immer gelungen, zumindest die

eigene Fraktion geschlossen von seiner Meinung zu überzeugen. War ihm die offensichtliche Bevorteilung von Einzelinteressen mit seiner persönlichen Zustimmung zu heiß? Sollen das die Mehrheiten der Gemeindevertreter allein erledigen und der Bürgermeister ist fein raus? Schließlich hatte Enser vorher mehrere Rücksprachen mit der Forstbehörde und dem Landesumweltministerium geführt und nicht umsonst einen veränderten Beschlussvorschlag in der Gemeindevertretung vorgelegt.

Sich im Ministerium auf die Mehrheiten ausgerechnet der Stahnsdorfer „Volksvertreter" zu berufen und den breiten, öffentlichen Protest der Bürger einfach zu negieren, macht schon sehr nachdenklich. Nur weil Enser sich zur letzten Kommunalwahl als Gemeindevertreter-Kandidat aufstellen ließ und wurde es dank seiner erreichten Stimmen möglich, dass sich unter den „sicheren Mehrheiten der CDU" nun vier Gemeindevertreter befinden, die insgesamt lediglich 34 bis 53 Stimmen für ihre Person erhielten! Kandidaten anderer Parteien mit weit mehr als 100 Wählerstimmen kamen dagegen nicht in die Gemeindevertretung. Das Gereich bezeichnete Ensers damalige Kandidatur als „Geschmäckle". Jetzt hat auch die Entscheidung, das Beethovenwäldchen zu bebauen, gegen den Bürgerwillen von etwa 600 offiziellen Unterstützern ein weiteres schales „Geschmäckle".

Aber wenn sich die Umweltbehörde an einen nicht beschlossenen Vorentwurf zum Flächennutzungsplan (FNP) gebunden fühlt, fragt man sich, warum die Behörde dann noch als Träger öffentlicher Belange in der erst noch folgenden öffentlichen Auslegung beteiligt und gehört werden soll. Welchen Sinn hat dann eine Bürgerbeteiligung, die auf jeden Fall erst nach der öffentlichen Auslegung eines beschlossenen Vorentwurfs erfolgt? Einem nicht beschlossenen wird der Vorrang vor einem beschlossenen Vorentwurf gegeben. Was ist das für ein Rechtsverständnis? Mit solchen Entscheidungen wird deutlich gemacht, dass den Bürgern in Wirklichkeit zwar laut Gesetz viele Rechte eingeräumt werden, aber Entscheidungs gegen den Bürgerwillen und gegen das Gemeinwohl sogar von den Entscheidungsbehörden unterstützt werden.

A. Fengler, Stahnsdorf



Einwände einfach weggewogen

Die Entscheidungsbegründung des Umweltministeriums gegen die Sicherung und Unterschutzstellung des Waldes, der doch dem Allgemeinwohl dient, ist erschreckend. Hier wird deutlich, dass Bürgerinteressen und -proteste völlig ignoriert werden und sich die Entscheidungsbehörde hinter einer Planungsabsicht eines noch nicht einmal beschlossenen Vorentwurfs versteckt. Sie fühlt sich daran sogar „gebunden". Selbst das Planungsbüro informierte, dass die Träger öffentlicher Belange genau wie die Bürger erst mit der öffentlichen Auslegung „nach Beschluss des Vorentwurfs FNP" an dem Planverfahren beteiligt werden und aufgerufen sind, sich dazu zu äußern. Daraus muss man schlussfolgern, dass diese Beteiligung lediglich nur noch eine Formalie ist und Einwände, wie bisher, einfach „weggewogen" werden. Schade, ich hatte mir Demokratie und Verantwortung der behördlichen Entscheidungsträger etwas anders vorgestellt.

E. Standfuß, Stahnsdorf

Potsdamer Neueste Nachrichten 08.08.07
Potsdamer Neueste Nachrichten 10.08.07

Umweltverein Stahnsdorf gegründet

Stahnsdorf - Bislang 32 Mitstreiter haben sich in dem „Umweltverein Stahnsdorf" organisiert, der Mitte vergangenen Monats gegründet wurde. Die neue Initiative rekrutiert sich vor allem aus Bewohnern der „Siedlung nach Teltow" rund um den Striewitzweg und dessen angrenzenden Straßen. Vorsitzender ist Matthias Platen.

Anlass der Vereinsgründung ist die „drohende Bebauung der Striewitzwiesen und die Zerstörung der Lebensqualität für Anwohner, Tiere und Pflanzen", so Vereinssprecher Burkhard Fröhlich.

Viele Stahnsdorfer würden einen andauernden Verlust natürlicher Grünflächen durch Bebauung registrieren, dazu ein zunehmendes Verkehrsaufkommen. Der Vorentwurf des Flächennutzungsplans sehe einen weiteren Verbrauch an Grünflächen durch neue Straßen und weitere Bebauungsabsichten vor. „Frischluftschneisen im Verbund mit Kleinmachnow und Teltow werden ihrer ökologischen Aufgabe beraubt", beklagt Fröhlich. „Die Wohn- und Lebensqualität, die Neu-Stahnsdorfern mit ,Wohnen im Grünen' versprochen wird, nimmt damit in unverantwortlicher Weise ab." Sachliche Einwände von Bürgerinitiativen finden kein Gehör.

Zweck und Ziel des Vereins, so heißt es auch in seiner Satzung, ist es, den negativen Entwicklungen entgegenzuwirken. Konzentrieren wollen sich die Vereinsmitglieder auf Aktivitäten und Projekte zum Natur- und Landschaftsschutz, zum Erhalt der Kulturlandschaft sowie gewachsener Siedlungs- und Naherholungsgebiete. Unterstützt werden sollen Ideen für naturnahes Wohnen und für einen sparsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Zudem will der Verein mit Umweltschützern, Umweltverbänden und Umweltbehörden zusammenarbeiten und stärker Einfluss auf eine ausgewogenen Planung nehmen. pek

Stahnsdorf - Bislang 32 Mitstreiter haben sich in dem „Umweltverein Stahnsdorf" organisiert, der Mitte vergangenen Monats gegründet wurde. Die neue Initiative rekrutiert sich vor allem aus Bewohnern der „Siedlung nach Teltow" rund um den Striewitzweg und dessen angrenzenden Straßen. Vorsitzender ist Matthias Platen.

Anlass der Vereinsgründung ist die „drohende Bebauung der Striewitzwiesen und die Zerstörung der Lebensqualität für Anwohner, Tiere und Pflanzen", so Vereinssprecher Burkhard Fröhlich.

Viele Stahnsdorfer würden einen andauernden Verlust natürlicher Grünflächen durch Bebauung registrieren, dazu ein zunehmendes Verkehrsaufkommen. Der Vorentwurf des Flächennutzungsplans sehe einen weiteren Verbrauch an Grünflächen durch neue Straßen und weitere Bebauungsabsichten vor. „Frischluftschneisen im Verbund mit Kleinmachnow und Teltow werden ihrer ökologischen Aufgabe beraubt", beklagt Fröhlich. „Die Wohn- und Lebensqualität, die Neu-Stahnsdorfern mit ,Wohnen im Grünen' versprochen wird, nimmt damit in unverantwortlicher Weise ab." Sachliche Einwände von Bürgerinitiativen finden kein Gehör.

Zweck und Ziel des Vereins, so heißt es auch in seiner Satzung, ist es, den negativen Entwicklungen entgegenzuwirken. Konzentrieren wollen sich die Vereinsmitglieder auf Aktivitäten und Projekte zum Natur- und Landschaftsschutz, zum Erhalt der Kulturlandschaft sowie gewachsener Siedlungs- und Naherholungsgebiete. Unterstützt werden sollen Ideen für naturnahes Wohnen und für einen sparsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Zudem will der Verein mit Umweltschützern, Umweltverbänden und Umweltbehörden zusammenarbeiten und stärker Einfluss auf eine ausgewogenen Planung nehmen. pek

Märkische Allgemeine Zeitung - 21.04.07

Vorentwurf wieder eingepackt

Bürgermeister bessert Flächenkatalog nach / Wald zu Bauland deklariert

STAHNSDORF  Nach einer chaotischen Debatte hat Bürgermeister Gerhard Enser (CDU) den Vorentwurf zum Flächennutzungsplan für Stahnsdorf in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstag zurückgezogen. Die Diskussion in dem mit Besuchern überfüllten Saal war wiederholt von Gemütsausbrüchen Stahnsdorfer Einwohner begleitet worden.

Vor dem Rückzug hatte SPD-Fraktionsmitglied Michael Kortz auf erhebliche Mängel in dem 170 Seiten starken Gesamtentwurf hingewiesen. Die Änderungsanträge seiner Fraktion, acht Landschaftsgebiete in Stahnsdorf von einer Bebauung zu verschonen, schmetterte Ensers "stabile Mehrheit" aus CDU und "Wir Vier" komplett ab.

Zuvor dagegen konnte die CDU-Fraktion mit Hilfe der selben Konstellation ihren eigenen Antrag mit knapper Mehrheit durchbringen, auf der Fläche des "Beethovenwäldchens" eine Teilbebauung zu ermöglichen. Darüber hatten die Christdemokraten geheim abstimmen lassen. Auf mehrfache Nachfragen nach einem Grund dafür zogen sich die Fraktionäre auf ihr parlamentarisches Recht zurück, sich nicht verteidigen zu müssen.

Nach Wunsch der CDU soll die Fläche des "Beethovenwäldchens" an der Potsdamer Allee im Flächennutzungsplan als Mischgebiet ausgewiesen werden. In der angrenzenden Beethovenstraße wird eine einzeilige Randbebauung vorgeschlagen. Für zwei Jahre hat die kreisliche Naturschutzbehörde jedoch eine einstweilige Sicherstellung für den Wald verfügt. Außerdem laufen zwei Antragsverfahren einer Bürgerinitiative zu seiner Unterschutzstellung (MAZ berichtete). Ein "Kompromiss" zwischen den Anwohnern und den Eigentümern, wie ihn die CDU mit ihrem Antrag vorgibt, "funktioniert nicht, weil der Wald nach einer Bebauung keiner mehr ist", bestätigte die Naturschutzbehörde gestern auf MAZ-Anfrage.

Auch das brandenburgische Oberverwaltungsgericht habe bereits in einem Berufungsverfahren zugunsten des Waldes entschieden, erinnerte Gemeindevertreter Peter Ernst in der Sitzung. Nach einer erfolglosen Klage auf Baurecht vor den Potsdamer Verwaltungsrichtern waren einige Eigentümer zum OVG gezogen.

Im September soll Bürgermeister Enser den Abgeordneten den überarbeiten Vorentwurf erneut vorlegen. H. H.


Märkische Allgemeine Zeitung 30.10.2006

Leidbild

HEINZ HELWIG

AUF EIN WORT
Eigentlich müsste sich jede Gemeindeverwaltung und -vertretung darüber freuen, dass sich Einwohner Gedanken über die Zukunft ihres Ortes machen. In Stahnsdorf ist das aber offensichtlich anders. Eine Gruppe völlig unterschiedlich motivierter Menschen entwirft in harter Auseinandersetzung Visionen, wie sich ihr Heimatort einmal entwickeln könnte. Zur öffentlichen Vorstellung strömen die Stahnsdorfer zuhauf ins Gemeindezentrum, weil es sie interessiert, was da auf sie zukommen und ob man vielleicht daran mitarbeiten könnte. Doch der Bürgermeister der Gemeinde beschimpft die Autoren des Leitbildes als subjektive Miesmacher, inkompetent und überheblich.

Dabei haben die Vertreter der Bürgerinitiativen den Gemeindevätern die Zusammenarbeit sogar angeboten. Doch jene mögen es vielleicht nicht, dass sich andere in ihren Job einmischen, die Gründe dafür seien dahingestellt. Sonst hätten sie doch sicher schon einen Weg gefunden, sich mit den Bürgern an einen Tisch zu setzen und sachlich abzuwägen, was von den Visionen wirklich umsetzbar ist. Nur so werden die Stahnsdorfer miteinander umgehen müssen, wenn sie künftig das Gemeinschaftsleben in ihrem Ort noch ausbauen wollen.


Märkische Allgemeine Zeitung 28.10.2006

Angst um Lebensqualität

Stahnsdorfer suchen nach einem Leitbild / Vom Verkehr eingekesselt

HEINZ HELWIG

STAHNSDORF Die Sorge um die Zukunft ihrer Gemeinde trieb am Donnerstag die Stahnsdorfer in ihr Gemeindezentrum. Der Saal war bald überfüllt, so dass etliche Einwohner auf dem Korridor mitverfolgen mussten, was ihnen die Vertreter von Bürgerinitiativen und Parteien als Alternativ-Leitbild zu anderen Konzeptionen vorzustellen hatten. Mitautor Bert von Heydebreck erinnerte kurz an den Anlass dieser Initiative.

Obwohl es äußerst schwierig gewesen wäre, von der Gemeindeverwaltung Auskünfte zu bekommen, habe die Arbeitsgemeinschaft Verkehrskonzepte bereits im März des Vorjahres der Verwaltung und den Abgeordneten Vorschläge zur Entwicklung Stahnsdorfs vorgelegt. Da nichts passierte, erneuerte die AG im Herbst ihr Angebot und forderte ein Leitbild. Zu seiner Überraschung habe Heydebreck jetzt im Internet eine Konzeption der Verwaltung entdeckt. Die Bürgervertreter befürchten, die Abgeordneten könnten die Sorgen und Wünsche der Stahnsdorfer im neuen Flächennutzungsplan nicht ausreichend berücksichtigen. Mit dem Leitbild sollen die Einwohner mobilisiert werden, sich in die derzeit laufende Debatte einzumischen.

Dabei findet CDU-Fraktionschef Claus-Peter Martensen in der Bürgerkonzeption "rund 80 Prozent aus unserem eigenen Leitbild wieder" und lobt das Papier als "hervorragende Arbeit." Sein Bürgermeister Gerhard Enser dagegen unterstellt in einer Presseerklärung an die MAZ den "einzelnen Verfassern" Überheblichkeit und "Unkenntnis in Teilbereichen oder gezielte subjektive Miesmacherei des in Stahnsdorf Erreichten."
Zumindest ersteres ließen die Leitbildautoren am Donnerstag nicht auf sich sitzen und baten mehrere Gesprächspartner um Meinungen und Erfahrungsberichte. Dass die im Leitbild kritisierte zukünftige L 77neu seinerzeit die alleinige Voraussetzung für die Genehmigung des Gewerbegebietes war, wurde zwar zur Kenntnis genommen. Doch sollte die Straße nach Plan gebaut werden, sieht Martin Heiland von der AG Verkehrskonzepte eine Autobahn sich quer durch Stahnsdorf ziehen. Die neue Landesstraße könne ohnehin nicht garantieren, dass sich das Gewerbegebiet auch wie erhofft entwickeln werde. Mit der A 115, der B 101, mehreren Landes- sowie Kreisstraßen und zahlreichen Gemeindestraßen, die bald Hauptverkehrsstraßen sein könnten, sei Stahnsdorf schon heute vom Verkehr eingekesselt. Dieser habe aber wiederum für das regionale Gewerbe eine Schlüsselbedeutung, sprach Gewerbevereinsvorsitzender Georg Lehrmann für sein Klientel.

Neue Wohngebiete, die Martensen und seinem Fraktionskollegen Peter Weiß so wichtig sind, brächten weiteren Verkehr in die Gemeinde, was diese nach Ansicht von Hans-Joachim Pfaff nicht ohne Preisgabe ihrer Lebensqualität verkraften werde. Statt dessen sollten erst einmal die zahllosen Baulücken in Stahnsdorf gefüllt werden, auch um die umliegende Naturlandschaft zu schützen. Welchen Wert diese für die künftige Naherholung und den Tourismus habe, zeigte Kleinmachnows bekannter Umweltexperte Gerhard Casperson auf. Die Stahnsdorfer müssten dieses Potenzial an Lebensqualität erkennen und beispielsweise mit einer eigenen Baumschutzsatzung sichern, appellierte er. Die wollte der Güterfelder Peter Ernst schon zu Beginn des vorigen Jahres im Bauausschuss auf den Weg bringen. Doch die Mehrheit des Gremiums fegte damals den Antrag als übertrieben vom Tisch.

Dass dies bei entsprechendem Bürgerdruck zu verhindern wäre, führte Christa Lang-Pfaff am Beispiel an. Nach dem öffentlichen Druck der Bürgerinitiative Waldviertel setzte die Gemeindevertretung die geplante Abholzung einer Waldfläche zugunsten des Wohnungsbaus vorerst aus. "Wir betrachten die Veranstaltung als Beginn des heißen Kampfes um den Erhalt des Waldes", sagte die BI-Sprecherin am Donnerstagabend.


Potsdamer Neueste Nachrichten 05.06.2007

Umweltpreis für Peter Ernst

Stahnsdorf Naturschützer wird vom Land Brandenburg für sein langjähriges Engagement geehrt

Potsdam / Stahnsdorf - Er ist bekannt für seine Hartnäckigkeit. Mit seinem unermüdlichen Einsatz für Natur und Umwelt hat der Güterfelder Peter Ernst sich nicht nur Freunde gemacht. Doch von Brandenburgs Umweltminister Dietmar Woidke (SPD) bekommt er die Anerkennung, die ihm gebührt: Anlässlich des Tages der Umwelt erhält Peter Ernst den diesjährigen Umweltpreis des Landes Brandenburg.

Mit der Auszeichnung würdigt das Umweltministerium seit 1991 herausragendes, insbesondere ehrenamtliches Engagement für Natur und Umwelt in Brandenburg. Eine unabhängige Jury, bestehend aus Mitgliedern von WWF, der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg, der Zeitschrift naturmagazin, der anerkannten Naturschutzverbänden und dem Ministerium hat in diesem Jahr aus 20 Einsendungen drei Preisträger ausgewählt: Peter Ernst, die Schülerinitiative der Grundschule Dissenchen sowie der Landschaftsförderverein Oberes Rhinluch . Die Preise sind dotiert mit je 1500 Euro. „Die Auswahl fiel der Jury nicht leicht, denn viele Aktivitäten und Preisträgervorschläge lagen auf vergleichbar hohem Niveau“, erklärte Umweltminister Woidke gestern.

Peter Ernst ist seit vier Jahrzehnten ein unermüdlicher Streiter für den Natur- und Umweltschutz in seiner Heimatregion. Im jahrelangen Kampf um die Ausweisung der Parforceheide als Landschaftsschutzgebiet, den Erhalt des Güterfelder Haussees, die zivile Nutzung des ehemaligen Truppenübungsplatzes in Güterfelde oder bei der Verhinderung des Havelausbaus gehört der 74-Jährige stets zu den aktivsten Mitstreitern. Selbstbewusst in der Sache behauptet Ernst von sich, er habe einst die Naturschutzeule nach Brandenburg gebracht. Während seines Wirkens war er in vielen Funktionen und Gremien ehrenamtlich aktiv: Naturschutzhelfer, Naturschutzbeauftragter, Forstschutzhelfer, Mitglied des Kreisnaturschutzaktivs, Mitbegründer der Arbeitsgruppe „Sozialistische Landeskultur und Naturschutz im VEB Mikroelektronik Stahnsdorf“. Nach 1990 wurde er in Güterfelde Gemeindevertreter, stellvertretender Vorsitzender des Kreisnaturschutzbeirates, Mitglied des Landessprecherrats der Grünen Liga, Vertreter im Umweltbeirat des Landes Brandenburg. Heute engagiert er sich als Sachkundiger im Ausschuss für Bauen, Umwelt und Verkehr der Stahnsdorfer Gemeindevertretung. Seine Mitgliedschaften im Stahnsdorfer Heimatverein, Jagdschloss Stern-Parforceheide e.V, der Pücklergesellschaft und der Interessengemeinschaft Teltowkanalaue bilden eine gute Basis für sein öffentliches Wirken. Im Förderverein „Gütergotz Kultur & Landschaft e.V“ hatte Peter Ernst maßgeblichen Anteil, dass 2004 im Rahmen des thematischen Themenjahres Kulurland Brandenburg die Ausstellung „200 Jahre Schloss Gütergotz“ initiiert wurde und Güterfelde in den Fokus der Öffentlichkeit rückte.

Sein langjähriges, unermüdliches, streitbares und ehrenamtliches Engagement hat zu vielen konkreten Entscheidungen und Erfolgen für Natur und Umwelt seiner Heimatregion und im Land Brandenburg geführt. dpa/pek

Potsdamer Neueste Nachrichten 19.10.2006

Vision 2030

Die Bürgerschaft Stahnsdorf hat ein Leitbild für den Ort im 21. Jahrhundert entwickelt

Stahnsdorf - Es geht um die Zukunft Stahnsdorfs und da will die „Bürgerschaft Stahnsdorf“ nicht nur ein Wörtchen mitreden. Schon seit längerer Zeit vermissen engagierte Bürger und Initiativen im Ort ein Mitspracherecht bei zukunftsweisenden Entscheidungen. Aus diesem Grund haben sich über 20 Stahnsdorfer seit März 2005 regelmäßig getroffen, um gemeinsam ein Leitbild für den Ort zu entwickeln. Gestern stellten die Autoren ihr 14-seitiges Konzept mit dem Titel „Stahnsdorfer Deklaration. Das Leitbild von Bürgern für Stahnsdorf im 21. Jahrhundert“ der Presse in Potsdam vor. Am Donnerstag, 26. Oktober, soll das Leitbild um 18.30 Uhr auf einer Bürgerversammlung im Gemeindezentrum den Stahnsdorfer vorgestellt werden.

Ein Leitbild dürfe keine Liste von Maßnahmen sein, sagte Bert von Heydebreck, einer von fünf Verfassern der „Stahnsdorfer Deklaration“ und Mitglied der Initiative „Radler im Rübchenland“. Denn das Leitbild der Verwaltung bestehe nur aus Maßnahmen anderer Konzepte und werde ohne entsprechenden Diskussionsprozess präsentiert. Diesen Vorwurf erhoben neben von Heydebreck auch Christa Lang-Pfaff von der Bürgerinitiative Waldviertel, Martin Heiland von der AG Verkehrskonzepte Stahnsdorf und Heinrich Pückelmann, Vorsitzender der SPD Stahnsdorf. Pückelmann ging sogar so weit, Stahnsdorfs Bürgermeister Gerhard Enser (CDU) einen „Staatsdirigismus“ zu unterstellen. In den Nachbargemeinden gebe es einen entsprechenden Diskussionsprozess, erklärte von Heydebreck und verwies auf die aktuelle Debatte in Teltow um das geplantes Holzheizkraftwerk.

Diesen öffentlichen Diskussionsprozess will die „Bürgerschaft Stahnsdorf“ mit ihrer Deklaration im Ort antreiben. „Den Blick weiten“, nennt Pückelmann das gemeinsame Ziel. Es gehe vor allem um ein umweltbewusstes Leitbild, das sich mit Leitlinien wie „sozial gerecht, wirtschaftlich vernünftig, ökologisch verantwortlich“ an einem „zukunftsbeständigen menschlichen Handeln“ orientiert. Neben einer Bestandsaufnahme, einer Identifizierung von Potenzialen und Problemen, widmet sich das 14-seitige Konzept vor allem der Frage „Wie kann es und soll es in Stahnsdorf weitergehen?“ So geht es um eine „kluge Verkehrsentwicklung und -steuerung“, um einen behutsamen Umgang mit der natürlichen Landschaft, die Stahnsdorfs größte Ressource sei. Das Konzept plädiert unter anderem für ein maßvolles Bauen im Ort, für weniger Autoverkehr, die Pflege der historischen Ortskerne in Stahnsdorf, Güterfelde, Schenkenhorst und Sputendorf. Fast gleich lautende Schwerpunkte finden sich auch in dem Leitbild der Verwaltung, das als „1. Grobkonzept“ auf der Internetseite der Gemeinde ( www.stahnsdorf.de ) präsentiert wird.

„Wir verstehen unsere Vorschläge als Visionen, der sich hoffentlich so viele wie möglich im Ort anschließen können“, sagte Bert von Heydebreck. Es gehe vor allem um eine umweltverträgliche Politik, damit das Leben in Stahnsdorf im Jahr 2030 noch immer so lebenswert sei wie jetzt. Die geplante Bürgerversammlung soll der erste Anstoß in einem hoffentlich breiten Prozess von Bürgerbeteiligung werden. Handlungsbedarf sieht die Bürgerschaft gerade jetzt, weil im November eine Vorentscheidung in der Gemeinde zum zukünftigen Flächennutzungsplan Stahnsdorf 2020 fallen soll, der den Umgang mit bestimmten Flächen, wie beispielsweise eine mögliche Bebauung, für die Zukunft festlege. In diesem Zusammenhang hat die Bürgerschaft bisher eine stärkere Einbindung der Bevölkerung vermisst, obwohl die Verwaltung im Internet auf vier Seiten „Bisher eingegangene allgemeine Anregungen von Bürgern zum Flächennutzungsplan“ dokumentiert.

Das Leitbild der „Bürgerschaft Stahnsdorf“ ist unter www.ag-verkehr.de dort unter Ergebnisse zu finden. Dirk Becker


Märkische Allgemeine Zeitung 21.10.2006

Stahnsdorfer sollen sich einmischen

Bürger rufen zu Leitbild-Diskussion auf

#HEINZ HELWIG

STAHNSDORF Mit einer „Stahnsdorfer Deklaration“ rufen fünf Einwohner der Gemeinde stellvertretend für ihre Gruppierung bzw. Initiative ihre übrigen Mitbürger auf, sich aktiv in die Diskussion zum neuen Flächennutzungsplan einzumischen. Dieser Plan wird derzeit im Auftrag der Gemeindeverwaltung erarbeitet. Als Diskussionsgrundlage der „Bürgerschaft Stahnsdorf“ haben Christa Lang-Pfaff für die Bürgerinitiative Waldviertel, Bert von Heydebreck für die „Radler im Rübchenland“, Martin Heiland von der „Arbeitsgemeinschaft Verkehrskonzepte Stahnsdorf“ sowie der SPD-Ortsvorsitzende Heinrich Plückelmann und Hans-Joachim Pfaff ein „Leitbild von Bürgern für Stahnsdorf im 21. Jahrhundert“ verfasst. Dieses kann im Internet unter www.ag-verkehr.de/Ergebnisse eingesehen werden. In einer Bürgerversammlung am kommenden Donnerstag, dem 26. Oktober, um 18.30 Uhr im Gemeindezentrum soll das Leitbild unter anderem mit kurzen Vorträgen von Georg Lehrmann, Vorsitzender des regionalen Gewerbevereins, und Umweltexperte Gerhard Casperson detailliert erläutert werden.

„Leitbilder sind keine Maßnahmekataloge oder gar Parteiprogramme. Sie müssen Visionen und Ziele aufzeigen, an denen alle nachhaltig mitwirken können“, spricht Bert von Heydebreck bisher vorgezeigten Konzepten ihren propagierten Status ab. Anders als bei diesen ist die „Bürgerschaft Stahnsdorf“ in ihrem Diskussionspapier tiefgründig auf die Ausgangssituation und die Geschichte von Stahnsdorf und seinen Ortsteilen eingegangen, hat Potenziale und Probleme analysiert und Handlungsfelder mit Zwischenzielen abgeleitet. Die Notwendigkeit eines sensibleren Umganges mit Natur und Umwelt, verbunden mit maßvollerem Bauen sowie dem Erhalt bzw. der Erneuerung historischer Ortskerne, einer vernünftigen Verkehrsentwicklung einschließlich einer schienengebundenen Nahverkehrslösung und der stärkeren Beachtung von Rad- und Fußwegenetzen, eines gleichberechtigten, respektvollen Miteinanders nach dem Gemeinsinn und anderes sind in dem Leitbild umfassend dargestellt und glaubwürdig begründet.

Damit wollen die Verfasser die Kommunalpolitiker, Verwaltungsmitarbeiter und Einwohner gleichermaßen für ein Verständnis und ein Eintreten für ein gemeinsames „zukunftsbeständiges Handeln“ nach sozial gerechten, wirtschaftlich vernünftigen und ökologisch verantwortbaren Prinzipien gewinnen. Außerdem sollen die Stahnsdorfer ihr Mitspracherecht bei der Entwicklung ihrer Gemeinde deutlicher erkennen und entschlossener wahrnehmen. Auf einer öffentlichen Sondersitzung am 18. November beraten zwar Gemeindevertreter und -verwaltung die Eckpunkte des FNP. Da diese Veranstaltung aber nach parlamentarischer Geschäftsordnung ablaufen wird, sieht Christa Lang-Pfaff kaum Chancen für die Einwohner, mögliche Entscheidungen etwa in der Bürgerfragestunde wirklich mittreffen zu können.

Darum hofft die „Bürgerschaft Stahnsdorf“ auf eine zahlreiche Teilnahme an der Bürgerversammlung. „Vielleicht gelingt es uns ja irgendwann einmal, ähnlich wie bei unseren Nachbarn Agenda-Gruppen für Stahnsdorf zu bilden“, wünscht sich Bert von Heydebreck sehnlichst.


Potsdamer Neue Nachrichten vom 24.09.2004

Was ist ein Waldviertel ohne Wald?

An der Annastraße sollen die Bäume Häusern weichen. Das Verfahren beginnt mit heftigem Bürgerprotest

Von Volker Eckert

Stahnsdorf - Auf dem Papier klang es nach einer faden Veranstaltung, was da am Mittwochabend im Stahnsdorfer Gemeindezentrum angesetzt war: „frühzeitige Bürgerbeteiligung". Aber es kam anders: Über zwei Stunden wurde polemisiert, Beifall geklatscht und höhnisch gelacht, Pamphlete verlesen und Gesetze zitiert, mit Anwälten gedroht und mit Tränen gekämpft. Worum ging es? Um ein Stück Wald, das abgeholzt werden soll.

Das steht zwischen Annastraße und Markhofstraße und gehört größtenteils der Evangelischen Kirche. Die wiederum braucht Geld für ein neues Gemeindezentrum und will das Gelände daher vermarkten. Ein Interessent ist schon gefunden: Stern-Immobilien aus Potsdam würde das Gebiet von der Kirche per Erbpacht übernehmen, bebauen und vermarkten. Vertreter der Firma und die Architektin stellten ihre Pläne nun am Mittwoch den Anwohnern vor. Sie stießen auf heftigen Widerstand.

Rund 150 Anwohner drängten sich im großen Saal, die Stühle reichten nicht für alle, manche brachten Kinder mit und Babys. Und sie machten klar, dass sie an dem Stück Grün hängen, das die Architektin Dagmar Menzel als „doch recht ungepflegtes Stückchen Erde" bezeichnete, wofür sie Pfiffe erntete. „Der Wald ist der Namensgeber des Viertels", entgegnete Robert Voigt von der Bürgerinitiative (BI) Waldviertel. „Die Leute sind nicht umsonst hergezogen." In einem Flugblatt heißt es, Zuzügler seien noch vor anderthalb Jahren mit dem Hinweis gelockt worden, dass der Wald bleibe.

Das Argument, die Fläche sei eine verwilderte Brache, versuchte SPD-Gemeindevertreter Peter Ernst zu entkräften. Nach den neuen Naturschutz- und Waldgesetzen sei die Fläche als Wald einzustufen und in innerörtllicher Lage schützenswert. Für den momentan schlechten Zustand machte er die Gemeinde verantwortlich, die ihrer Verantwortung für die Pflege nicht nachgekommen sei.

Zunächst ergriff aber Bürgermeister Gerhard Enser (CDU) das Wort „als unmittelbar betroffener Nachbar". Er schlug vor, die Gebäudehöhe auf neun Meter zu begrenzen und das benachbarte Stück, auf dem einst das Offizierscasino stand, als Grünfläche zu entwickeln. Später war Enser dann selbst Adressat von Nachfragen. Der Zeitplan des Vorhabens etwa erregte das Misstrauen vieler Anwesender.

Im Februar hatte die Gemeindevertretung den Vorhabenerschließungsplan (VEP) 6 bestätigt. Kommende Woche steht eine Beschlussvorlage auf der Tagesordnung des Gremiums. Gegenstand ist die Umwandlung der Fläche in Bauland. „Hier werden Fakten geschaffen", tönte es aus dem Publikum. Gerhard Enser widersprach: Es handle sich hier um zwei Verfahren, die unabhängig voneinander abliefen: hier die Zustimmung zur Umwandlung als förmlicher Akt gegenüber der Forstbehörde; dort das eigentliche Erschließungsverfahren, an dessen Ende die Gemeindevertretung den VEP genehmigt oder nicht. Überzeugen ließ sich davon aber kaum jemand. In einer Mitteilung deutete Enser gestern an, es werde nochmal geprüft, ob der Beschluss sich nach hinten verschieben lasse. Er sehe schließlich ein, dass zwischen beiden Verfahrensebenen psychologisch gesehen durchaus ein Zusammenhang bestehe, sagte er gestern gegenüber den PNN.

Unermüdlich hinterfragten die Anwohner das Projekt von allen Seiten. Rechneten vor, dass man zu den vorgestellten Konditionen auch ein kreditfinanziertes Eigenheim bekomme, weshalb das Argument nicht greife, hier würde Eigenheime für kleinere Geldbeutel geschaffen. Kündigten jurischen Widerstand an. Pfarrer Peter Edert musste das Verhalten der Kirche rechtfertigen. Sogar Appelle an die Investoren, sich aus moralischen Gründen zurückzuziehen, wurden laut.

Dietmar Otto von der SPD und PDS-Vertreter Werner Stang kündigten an, ihre Fraktionen würden gegen die Umwandlung in Bauland stimmen. Bürgermeister Gerhard Enser wollte eine solche Erklärung auf Nachfrage aber nicht geben. Zwar hatte er bekannt: „Ich gehöre zu denjenigen, die dieses Waldstück erhalten wollen." Für eine Festlegung an diesem Abend fehle ihm aber „die populistische Ader". Auch Claus-Peter Martensen von der CDU vermied das. Auf die Frage eines Anwohners, wieso der Beschluss im Februar überhaupt gefasst worden sei, antwortete er: „Es gab keinen Grund dagegen, ganz einfach."

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung vom 24.09.2004

24.09.2004
Wie auch immer

HEINZ HELWIG



Es war die Stunde der Emotionen, nicht die Stunde der Sachlichkeit, die den Verlauf der frühzeitigen Bürgerbeteiligung zum geplanten "Wohnen am Anna-Park" in Stahnsdorf bestimmte. Bei allem Verständnis für den angestauten Frust der Anwohner aus dem Waldviertel gegen dieses Projekt litt die Art der Auseinandersetzung allerdings zuweilen schon etwas an Niveau. Das aber werden die Verfechter des bedrohten Waldes brauchen, wenn sie sich gegen den beabsichtigten Kahlschlag vor ihrer Haustür erfolgreich zur Wehr setzen wollen.

Aber auch für die Gemeindeverwaltung und die -vertretung wird der Mittwochabend vielleicht eine Lehrstunde gewesen sein. Offensichtlich lassen sich mit der rechtlich korrekten Einhaltung von Verfahrensvorschriften allein Bürgersorgen und Bürgerängste nicht ausräumen. Bei der anhaltenden Konfrontation aller berechtigten Interessen jedoch - die Kirchengemeinde möchte ihren Grundbesitz vermarkten, die Gemeinde ein Stück Ortsbild aufwerten und die Anwohnerschaft im Waldviertel ihre "grüne Lunge" nicht verlieren - wird jede Entscheidung der Gemeindevertreter am 30. September für irgend jemanden die falsche sein.

 

Märkische Allgemeine Zeitung vom 24.09.2004

24.09.2004
Geballte Ablehnung aus dem Waldviertel

Anwohner gegen weitere Bebauung

HEINZ HELWIG STAHNSDORF
In einer frühzeitigen Bürgerbeteiligung soll nicht über ein Bauvorhaben diskutiert, sondern Anregungen und Bedenken zur Planung geäußert werden, erläuterte Bürgermeister Gerhard Enser am Mittwoch den Sinn der Veranstaltung, zu der er ins Gemeindezentrum eingeladen hatte. Doch die Anwohner des Waldviertels, denen das "Wohnen am Anna-Park" schmackhaft gemacht werden sollte, hatten ihre Mauer der Ablehnung schon in den hoffnungslos überfüllten Sitzungssaal mitgebracht. Da konnte Klaus Böhler vom Vorhabensträger, der Stern Immobilien Potsdam, auch nicht mit inzwischen 22 Anmeldungen für die vorgesehenen 30 Grundstücke mit jeweils 350 bis 700 Quadratmeter und einem Einzelhaus bzw. einer Doppelhaushälfte darauf beeindrucken. Die einzige Anregung der aufgebrachten Leute war, das Projekt ganz fallen zu lassen. Ihre ausschließlichen Bedenken richteten sich gegen die Zerstörung des Waldes, der den Häusern sonst weichen muss.

"Der Wald ist der Namensgeber unseres Wohnviertels, wir identifizieren uns mit ihm", begründete Robert Voigt, Sprecher der Bürgerinitiative Waldviertel Stahnsdorf, warum nicht nur sie gegen die Umwandlung von mehr als zweieinhalb Hektar Grün zwischen Anna- und Markhof- sowie Augusta- und Hedwigstraße in Bauland angehen. Dass es sich dabei um ein "ungepflegtes Stückchen Wald" handelt, wie Baubetreuerin Dagmar Menzel aus Elsterwerder die Standortwahl verteidigte, ist für BI-Sprecher Voigt gerade das Schützenswerte. Duch diese Vernachlässigung habe sich in dem Areal so etwas wie ein Biotop entwickelt, was durch ein Gutachten sicher bewiesen werden könne. Pikanterweise ist der Ehemann der Baubetreuerin, Michael Menzel, Chef der Menzel Betonbausysteme, die für den Haus-Lieferanten des neuen Wohngebietes gehalten werden.

Nicht nur darin wittern die Waldviertel-Anwohner Unseriöses. Auch Bürgermeister Enser, Verwaltung und die Gemeindevertretung wurden attackiert, die Waldverfechter "doppelzüngig" und "zweigleisig" täuschen zu wollen. So habe Bauamtsleiterin Ute Stelter noch vor Jahresfrist Zuzüglern aus der Hedwigstraße versichert, der Wald bleibe erhalten, was die Gemeindeverwaltung heute bestreite. Für Jochen Pfaff spielt Bürgermeister Enser "das Spiel der Verschiebung von Verantwortung", in dem er diese auf die Gemeindevertretung abschiebe. So auf die gemeindliche Stellungnahme zum Antrag auf Waldumwandlung angesprochen, rechtfertigte sich Enser mit dem unglücklich gelaufenen Beispiel seines Kleinmachnower Amtskollegen, der ohne Ortsparlament eine gemeindliche Stellungnahme zum geplanten Funkmast abgegeben hatte, was ihm später sehr übel genommen wurde.

Gemeindevertreter Peter Ernst erklärte sich mit der Bürgerinitiative solidarisch und rechnete ihr mit dem neuen Naturschutz- sowie dem Waldgesetz gute Chancen aus. Auch SPD-Fraktionschef Dietmar Otto und PDS-Vertreter Werner Stang kündigten an, ihre Gruppen würden in der Gemeindevertretersitzung am 30. September gegen die Waldumwandlung stimmen.

 

Potsdamer Neue Nachrichten Spezial vom 19.07.2004

 

Stahnsdorfer Ortsanzeiger Juli 2004

 

"Nachrichten aus der Gemeinde" der Evangelischen Kirche vom Juni/Juli 2004

 

 

Stahnsdorfer Ortsanzeiger Juni 2004

 

 

 

Potsdamer Neue Nachrichten vom 22.05.2004

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung vom 22.05.2004

 

 

 

Potsdamer Neue Nachrichten vom 01.04.2004

 

 

Märkische Allgemeine Zeitung vom 31.03.2004

 

 

 

 

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